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Besuchsbericht Benin 2016

Unsere laufenden Projekte in Benin

Auch im Jahr 2016 waren wir wieder in Benin, Westafrika um mit den gesammelten Spendengeldern verschiedene Projekte zu unterstützen. Wie schon seid einigen Jahren fokussieren wir uns auf Projekte, die direkt in den einzelnen Dorfgemeinschaften verortet sind und die Lebenssituation dort verbessern. Dort arbeiten wir vor allem mit den Frauen vor Ort, da diese das Leben im Dorf maßgeblich prägen und sich oft in funktionierenden Gruppen organisiert haben. Unser hauptsächlicher Ansprechpartner ist unser Freund Bruno der in Benin alles organisiert und unsere Aktionen durch sein ehrenamtliches Engagement erst möglich macht. Des Weiteren arbeiten wir mit Sozialarbeitern der Organisation Care in Benin zusammen welche die Dörfer und ihre Einwohner kennen.

Unsere laufenden Projekte im Einzelnen:

Gbada

Brunnen

Der Brunnen in Gbada wurde fertig gestellt. Er versorgt das Dorf und die Menschen und Felder in der Umgegend zuverlässig mit sauberem Wasser, und erfüllt für die Gesundheit und die Ökonomie des kleinen Dorfes bereits eine zentrale Rolle.

Mit 65 Metern Tiefe ist er einer der tiefsten Brunnen die wir in unseren Projekten gebaut haben. Da die Frauen das Wasser zur Zeit noch mit Eimer und Seil aus dem Brunnen holen, kommt es in den Morgen und Abendstunden, wenn das Wasser zum Kochen oder für die Felder geholt wird zu langen Wartezeiten. Aus diesem Grund werden wir dort eine Motorpumpe installieren mit der das Wasser schneller gefördert werden kann.


Frauengemeinschaft

Die Frauen in Gbada haben sich zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen die sich ähnlich wie eine Genossenschaft oganisiert. Aus einem gemeinsamen Topf werden hier Kredite an einzelne Frauen gegeben die diese dann mit Zinsen zurückzahlen und somit weitere Frauen bei ihren
Geschäften unterstützen können. Die Geschäfte der Frauen beziehen sich auf die Verarbeitung von Palmfrüchten und Manjok aber auch auf Ziegen Schweine und Hühner. Schon bei unserem letzten Besuch haben wir diese Gemeinschaft unterstützt, und sie haben so gut gearbeitet, dass ihre Gemeinschaft von 10 auf 13 Frauen angewachsen ist. Daher haben wir uns auch diesmal entschlossen die Frauengruppe zu unterstützen.


Adjarra

Frauengemeinschaft

Auch hier hat sich eine Frauengemeinschaft zusammengefunden. Sie wird von den Sozialarbeitern von Care betreut. Die Gruppe trifft sich wöchentlich und spricht neben den Geschäften über Fragen der Hygiene, Erziehung und Gesundheit. Das System nachdem diese Gruppe arbeitet ist relativ komplex. Sie besteht aus 27 Frauen und hat eine Präsidentin eine Buchhalterin/Sekretärin und 2 Kassenprüfer.

Die Kasse ist mit 3 Schlössern gesichert, die bei den Prüfern und der Sekretärin sind. Die Kasse lagert bei der Präsidentin. Wenn eine Frau zu spät zu den Treffen kommt oder unentschuldigt fehlt, muss sie eine kleine Strafe bezahlen. Das Geld kommt dann wieder in die gemeinsame Kasse. Diese Frauen unterhalten auch eine gemeinsame Kasse aus der einzelne bei Beerdigungen oder Krankheiten unterstützt werden. Die Gruppe existiert seit 3 Jahren und funktioniert sehr gut, so dass wir auch diese Gruppe mit 200.000 CFA (ca 300€) unterstützen.


Zoume

Brunnen

Zoume ist ein kleines Dorf ca. 25 km nordwestlich von Portonovo. Wie viele Dörfer hatte Soume Probleme mit der Wasserversorgung. Dort konnten wir, durch die Initiative von Dr. Christian Kergel einen Brunnen finanzieren. Der Brunnen entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum ökonomischen und sozialen Zentrum der Gegend. So dass die Männer des Dorfes dort jetzt auch ein Gemeinschaftshaus errichten.


Frauengemeinschaft

Auch hier hat sich eine Frauengemeinschaft zusammengefunden. Diese Gemeinschaft existiert noch nicht sehr lange und ist daher noch nicht so gefestigt wie die beiden Vorgenannten. Aus diesem Grund unterstützen wir sie zunächst mit einem kleineren Betrag von 100.000 cfa . Wenn sich die Gemeinschaft als tragfähig erweist, können wir sie in Zukunft noch weiter unterstützen.


Porto Novo

Frauengemeinschaft

Nach wie vor unterstützen wir die Frauengemeinschaft in Porto Novo. Diese arbeitet sehr erfolgreich und ist mittlerweile auf 23 Frauen angewachsen.

 

Adjohoun - Demie

Brunnen

Dieser Ort liegt etwa 45 km nördlich von Porto Novo. Die Frauen holten ihr Wasser bis jetzt aus dem 2 Km entfernten Fluss, was einerseits sehr mühselig und zeitaufwendig ist und andererseits vor allem in der Trockenzeit bei geringer Fließgeschwindigkeit des Flusses auch kein sauberes und gesundes Wasser bringt. Durch unsere Bemühungen konnten wir auch dort einen 45 Meter tiefen Brunnen bauen.

 

Projekt Wasserpumpen

Wasserpumpe Drogbo

Die Wasserpumpe in Drogbo versorgt 18 Höfe und Häuser in denen jeweils 10 bis 30 Personen leben. Das Problem bestand darin, dass das zentrale 65m Förderrohr in einem Stück verklebt war und sich nicht auseinanderschrauben und reparieren ließ. Wir haben das Rohr durch eines ersetzt, das sich sich in Teilstücke auseinander schrauben lässt. Sollte wieder etwas kaputt gehen muss jetzt nur ein Teilstück ersetzt werden. Dies ist eine Reparatur, welche die Dorfgemeinschaft selbst finanzieren kann.
Ähnliche Pumpen gibt es noch in anderen Dörfern. Drei weitere werden von den Spendengeldern wieder instand gesetzt.


Zounge / Kalindji

Ölpresse

Die Dorfgemeinschaft lebt hier vor allem von der Verarbeitung der Ölpalmen. Ohne die richtigen Maschinen ist das Pressen wenig ertragreich und die mobilen Ölpressen in der Umgebung sind nicht ausreichend, so dass die Ölfrüchte häufig verderben, bevor sie verarbeitet werden können. Des Weiteren müssen die Frauen des Dorfes von ihrem Ertrag dann auch noch die Benutzung der Ölpresse bezahlen. Aus diesem Grund werden wir den Frauen aus Zoungue/Kalindji eine Ölpresse beschaffen, die aus beninischer Produktion kommt. Die Pflege und Wartung der Maschine konnten wir im Gespräch mit den Frauen klären.


Misséreté

Schule


Unser langwierigstes Projekt ist nun endlich abgeschlossen, oder so gut wie, da noch der letzte Anstrich fehlt. Aber das wichtigste: In den Schulräumen wird unterrichtet! Die Schulgebäude sind nun endlich in Betrieb und werden genutzt. Zurzeit werden dort Gymnasialklassen unterrichtet.


Und warum immer nur Frauen?

Wer sich jetzt unseren kleinen Bericht durchgelesen hat wird sich vielleicht diese Frage stellen. Warum werden hier fast nur Frauen und Frauengemeinschaften besonders gefördert? Dies hat ehrlich gesagt nichts mit emanzipatorischen oder feministischen Überlegungen zu tun, sondern hat 2 einfache Gründe.
  1. Es funktioniert
    Die Frauengruppen bilden tragfähige, funktionierende Systeme, auf die wir angewiesen sind, da wir nur punktuell unterstützen können und weder die Möglichkeiten noch den Wunsch zu einer langfristigen Kontrolle haben
  2. Es ist notwendig
    In Benin heißt es:“ Der Mann hat einen Job und die Frau Arbeit“ Das bedeutet Männer die einen Job haben können sich eine oder mehrere Frauen leisten und diese finanziell unterstützen. Das Leben im Dorf und die Versorgung der Kinder sowie alles weitere ist Frauensache. Die finanzielle Unterstützung der Männer ist aber in vielen Fällen weder üppig noch regelmäßig, so sie denn überhaupt kommt. Aus diesem Grund müssen auch die Frauen zusätzlich noch Geld verdienen.
Für Nachfragen oder zusätzliche Informationen stehe ich gerne jederzeit zur Verfügung.
Daniel Reinemann
Leostr.55
33098 Paderborn
Email: dreinemann@web.de
Tel.: 05251/7092230

Wer gerne etwas zu den Projekten beitragen möchte kann eine Spende auf das Konto der Laienspielgruppe Kirchborchen überweisen. Auf Wunsch können dann auch selbstverständlich Spendenquittungen ausgestellt werden.
Bankverbindung:
Institut:Sparkasse Paderborn
IBAN: DE63 4765 0130 0020 0038 02
BIC: WELADE3LXXX
Bankleitzahl: 476 501 30
Kontonummer: 200 038 02


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